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Endlich wieder im Rennen Drucken E-Mail
Geschrieben von Uwe Walter   
Montag, 21.06.2010
Nach einer nun fast zwölfmonatigen Pause, kann ich mir endlich einmal wieder etwas Zeit nehmen, das Projekt joomlakom fortzuführen und den enstandenen Riss im Zeitkontinuum einigermaßen auszufüllen. Als aller erstes kommen selbstverständlich die Sicherheitsmeldungen dran, damit sie, beginnend Anfang Juni, wieder verfügbar sind und im Folgenden dann auch aktuell bleiben. Später werden dann natürlich auch alle anderen Advisories (rückdatiert, damit es kein Durcheinander gibt) nachgereicht.
The Race



Wie geht's weiter?

Unter anderem ist eine Serie über das Nooku Framework1 geplant, die sich zu Anfang auf dem Anfängerlevel bewegen und meine ersten Erfahrungen im Rapid Application Development2 (RAD) unter Joomla!™ 1.5 wiederspiegeln wird. Im Verlauf der Serie, wird der Level jedoch immer weiter ansteigen, sodass bis zum Ende hin auch Aspekten wie der professionellen, objektorientierten Programmierung unter PHP5 und Design Patterns, wie beispielsweise dem Model View Controller (MVC)3 Modell, bzw. seiner enorm verbesserten Variante Presentation Abstraction Control (PAC)4, sowie dessen Abkömmling Hierarchical Model View Controller (HMVC)4 Rechnung getragen wird.

Wenn alles gut läuft, dann werde ich möglicherweise sogar noch die Zeit haben, unsere Release News auf den neusten Stand zu bringen. In jedem Falle wird aber der FAQ Bereich innerhalb der nächsten zwei Monate massiv ausgebaut werden. Und um das Programm für das nächste halbe Jahr noch abzurunden, wird es quasi als krönenden Abschluss noch ein Schmankerl der aller ersten Güte für die Shelljunkies unter Ihnen geben.



Von allem etwas, aber bitte nur das Beste!

Welcher bekennende Keyboard Hacker kennt sie nicht? Es gibt ja sooo viele, man braucht sich doch nur eine auszusuchen. Da hätten wir z.B. die sha,bashb, kshc, cshd, tcshe und wie sie alle heißen. Jede für sich, in der Tat ein wahres Goldstück, aber eben nur für sich; auf genau dem Gebiet, für das sie optimiert wurden und auf dem sie tatsächlich unschlagbar sind, oder sagen wir besser waren. Nun, ich habe die bash jetzt vor über elf Jahren kennen- und schätzen-, ja sogar lieben gelernt. Sie war mein täglicher Begleiter, war genügsam und gar nicht pingelig. Sie nahm mir so unendlich viel Arbeit ab. Ach meine liebe ashg, ähm ... oh, sorry ... liebe dashf, ... wie? ... ähm ... nein, ich meinte natürlich bash, ... Ach was waren wir doch verliebt.

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Aber gegen eine programmierbare commandline-completion (tcsh), die in der Regel nach zwei, drei Tastenanschlägen schon weiß was ich von ihr will, oder den integrierten commandline-editor (tcsh), durch den ich mich auf der Shell, mit entsprechend gesetzten keybindings für vim oder Emacs, ganz genau wie in meinem Lieblingseditor bewegen kann, dagegen kommt die bash dann eben doch nicht an.

Und mit dem extrem ausgefeilten Mechanismus für Datei-, Kommando- und Parameterexpansion, dem Extended Globbing der ksh, bei dessen Verwendung man schon fast vergisst, dass es auch Tools wie grep und find gibt, kann die bash ohnehin nicht mithalten. Fast keine andere Shell hat derartige Kunststücke auch nur ansatzweise drauf.

Aber was wäre, wenn es nun doch eine Shell gäbe, die alle diese excellenten Features in sich vereint? Ja, das wär schon was. Keine Notwendigkeit mehr zig verschiedene Tools zu laden. Die Skripte wüden viel kleiner und wesentlich schneller! Ach wie lange habe ich davon schon geträumt, und dabei lag sie schon seit Jahren bei mir im Schrank, ja sogar auf dem Schreibtisch herum! Ich hatte nur leider nie wirklich die Zeit, mich mit dieser einen Distri (von so vielen) mal etwas näher zu beschäftigen. Aber nun kann ich sehen! Das gute Stück feiert übrigens genau in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag.



Des Rätsels Lösung

Vor etwa vier Wochen wurde ich zu einem Kollegen gerufen — die Not sei groß, Windows will nicht mehr starten. Recovery Konsole nicht installiert? ... Aso, die XP CD war nicht von Dir? ... Ah OK, meine habe ich jetzt zufällig gerade mal vergessen. *grins* Na dann also doch auf die „alt Hergebrachte”. Mal eben die neue LiveCD GRML Monster (GRML 2010.04)5 aus der Tasche geholt und dann schau'n wir mal.

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Diese Erfahrung werde ich sicher nie wieder vergessen! Ich sitze also vor dem Rechner, vergewaltige sein Keyboard und so langsam wird mir ein wenig unwohl, weil die (vermeintliche) bash nun so gar nicht macht, was ich will. Man kennt das ja; der Gute weiß dass Du richtig Plan von der Materie hast, aber wenn er Dich dann staunend vor der Kiste sitzen sieht, wird er langsam aber sicher selbst nervös.

Hmm, na das kann ja nicht sein. Fix mal die .bash{rc,_profile} gecheckt, die passenden Shell Optionen, Umgebungsvariablen und vielleicht noch 'nen Alias gesetzt, dann wird das schon werden. Aber, ähm ...moment ... wie jetzt? Ja wo sind sie denn hin, meine lieben kleinen Config Files? Und vor allem: Ja hallo! Wer seid denn Ihr bitte? — .zshrc, .zshenv und ... und ... — Hmm, die fangen ja alle mit 'nem Z an! Sind wohl alle aus Zamunda, wa? — OK, na dann schauen wir doch mal: man zsh ... Ah, jetzt ja! Eine Insel! — Kleine Vorstellungsrunde: Hallöchen mein lieber Uwe. Naaa? Kennst' mich noch? Wir hatten doch schon mal das Vergnügen, aber da musst Du mich doch glatt verwechselt haben. — Hmm, tja ... Tach auch. Und dann macht die Kleine mir doch tatsächlich im ersten Screen schon die Kur! ... Tja, also wenn Du mit mir verkehren willst, mein Schatz ... dann gewöhn' Dich doch gleich schon mal an die 17 manpages, hihi.

Für alle, die jetzt ein wenig auf dem Schlauch stehen: Ein Shelljunkie oder Hacker, das ist ein User, dem der bloße Gedanke an die Maus einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen lässt; oder diese gar in die Hand nehmen zu müssen, hmmm naja, aber wirklich nur wenn's gar nicht mehr anders geht; der auf seinem Xfce Desktop das Wallpaper erkennen kann, weil Icons, Taskleisten oder sonstige Zusatzprogrämmchen eh nur die Optik verschandeln; ... und die meisten Tastenkürzel und Kommandos sind halt im Kopf und schneller getippt, als die Oma Blaubeerkuchen sagen kann;

Lange Rede, kurzer Sinn: Genau diese 17 manpages und einige andere, aus dem Netz zusammengetragende Dokumente, bilden die Basis für unser Schmankerl — eine etwa 15 bis 20 teilige Serie über die zshi. Die Eier legende Wollmilchsau mit mehr als 150 Shell-Optionen, 20 verschiedenen nachladbaren Modulen, zu denen unter anderem eine PCREh Bibliothek, die programmierbare commandline-completion als auch diverse Netzwerk Tools wie beispielsweise der eingebaute FTP Client zftp gehören, und die es doch tatsächlich geschafft hat, sich über elf Jahre vor mir zu verstecken. 8^D


Und warum die lange Pause?

Na, da war ich doch mal schön im Urlaub, würde ich jetzt einmal sagen! Aber nein, so erfrischend war das Ganze dann doch nicht. Leider sind bei mir im Sommer letzten Jahres einige familiäre Umstände eingetreten, die es mir unmöglich gemacht haben, Zeit und Energie in dieses Projekt zu investieren. Aber nun gut, genug gejammert! Wir lassen uns nicht unterkriegen!

Wie sagte der gute Mr. Winston Churchil einmal sehr trefflich?
Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.

In diesem Sinne: Ihnen eine schöne Zeit und viel Spaß auf der Site.

Have a Lot of Fun!

Links:



Fußnoten:

  • [a] sh Bourne Shell
  • [b] bash Bourne again Shell
  • [c] ksh Korn Shell
  • [d] csh C-Shell
  • [e] tcsh TENEX C-Shell
  • [f] dash Debian Almquist Shell
  • [g] ash Almquist Shell
  • [h] PCRE Perl Compatible Regular Expression
  • [i] zsh Z-Shell (abgeleitet vom Login zsh des Yale Professors Zong Shao)


 

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